Die anderen würden über "Der Glasmensch" sagen:
Was der junge Deutsche hier erreicht, ist nicht wenig: eine Versöhnung belletristscher Sensibilität mit den actionlastigen Grundströmungen der Science Fiction-Literatur, ein virtuelles Treffen deutscher und amerikanischer Traditonen, die sich sonst nur die kalte Schulter zeigen. Ein brillianter Start.
Steven Whitebread, New York Times Book Review
... faszinierend, durchdringend, einfühlsam, engagiert, tief ...
Orlanda di Pesca, Washington Post, Newcomers Page
Geile Schreibe direkt am Puls des Metropolenbeats. Haltet euch fest Amis, hier kommt einer, der fährt euer Tempo, hat aber mehr Gefühl. Autoren wie Hammerschmitt lassen für die neunziger Jahre noch Hoffnung übrig, daß die Literatur endlich zum Internetzeitalter aufwacht. Reinziehen!
Lars Knudsen, Tempo, Bücher von heute
Wenn man die Fehler abzieht, die ein junger Autor einfach machen muß, hauptsächlich den einen, sich zu ernst zu nehmen, dann haben wir es in dem "Glasmenschen" mit einem außergewöhnlichen Stück Literatur zu tun. Das ist sonst nicht mein Genre, aber man hat den Eindruck, daß es auch nicht unbedingt immer Hammerschmitts Genre sein muß. Was wir hier schlucken, würden wir uns heutzutage in der "ernsten" Literatur sonst am ausgestreckten Arm vom Leib halten: Engagement. Dieses Buch ist eine Mogelpackung, die mehr hält, als das buntbedruckte Etikett verspricht.
Marcel Reich-Ranicki, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton
Ohne Frage eine der interessantesten Neuerscheinungen in diesem Herbst, und man wundert sich, daß der Suhrkamp-Verlag sie in der phantastischen Reihe versteckt. Aber vielleicht ist auch das Strategie. Ein Adornorevival wie "White Light / White Heat", das sogenannte "Nachwort" zu "Der Glasmensch", könnte man kaum unbesehen durch die Vordertür schlenzen, also plaziert es der Verlag etwas im Abseits, und fragt die Leser kokett: gibt es noch einen Markt für die Frankfurter Schule?
Hermann Oberland, Frankfurter Rundschau, Neue Bücher
Nicht so bizarr wie Cordwainer Smith, nicht so straight wie William Gibson, nicht so hart wie John Shirley, nicht so bitter wie J.G. Ballard, und doch eine gelungene Mischung aus all diesen Einflüssen, fein abgeschmeckt mit einer Prise reinem "Hammerschmitt", die, sagen wir es offen, einer so epigonalen Literaturform wie der Science Fiction einen Begriff von Originalität zurückgibt.
Franz Rottensteiner, Quarber Merkur, Österreichische Zeitschrift für das Unmögliche
Die guten alten Tage von Perry Rhodan scheinen endgültig gezählt. Intellektuelle Wichtigtuer machen sich in der Science-Fiction breit, die vom wahren Wesen dieser Literatur keine Ahnung haben. Und Hammerschmitt ist einer von ihnen. Wo sind die Roboter, wo sind die Schleimwesen aus dem Krebsnebel und wo all die anderen Zutaten, aus denen sich eine gute Science Fiction-Erzählung zusammensetzt? Hammerschmitt vergißt sie, und der Leser vermißt sie.
Daniel Düsentrieb, Entenhausener Dorfkurier, Vermischtes
© Marcus Hammerschmitt, 1996
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