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Ausgabe vom: 09. Mai 2003
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Barbara Mast alias "Putze" Marta Schwämmle.
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Das Gesangstrio "Blue Notes".
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Erotisches Puppentheater von "Brielle".
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Jazz, Artistik, Eros und Ramazoti


Die "Offene Bühne für Jedermann" als "Sprungbrett" für Nachwuchskünstler

Jonglierende Blues Brothers, Puppenspiele mit Eros und Ramazoti, Comedy, Jazz-Vocals, Prosa, Bandoneonmusik und orientalischen Hiphop: Beim der zweiten Ausgabe des "Sprungbretts", der offenen Bühne im Vorstadttheater Tübingen wagten sich am vergangenen Donnerstag wieder Nachwuchstalente und Hobbykünstler ins Rampenlicht.

Den schwungvollen Einstieg besorgten das Vater-Sohn-Gespann Thomas und Dominik Roh mit einer Tanz- und Jonglageshow in Blues Brothers-Outfit und mit entsprechender Musik. Weltläufig gings weiter mit "Länder - Männschen - Abenteuer", einer nicht ganz ernst gemeinten Homage von Sandra Löppen an die Deutschen Dialekte. Es folgte ein besinnlicher Zwischenstopp mit Prosatexten von Silvia Thalemann in Bandoneon-Begleitung von Daniel Knobelspieß. Und trotz einiger Probleme mit der Musikanlage erhielt die 16-jährige Meslin Demir für ihren orientalisch angehauchten Hiphop-Tanz reichlichen Beifall aus den bis auf den letzten (Steh-)Platz gefüllten Zuschauerrängen.

Nach der Pause begeisterte Marta Schwämmle (im richtigen Leben Barbara Mast) das Publikum in bester schwäbischer Hausfrauenmanier mit Ausführungen zur ihrer Besensammlung. Einen Kontrapunkt dazu setzten die Jazz-Sängerinnen von Blue Note, Kristina Renner, Stefanie Münch und Viiola Aranjos, mit einem Auszug aus ihrem vielseitigen Repertoire. Den schillernden Schlusspunkt des Abends setzte Comedyfrau Brielle aus Bielefeld, alias Antje Fritsch-Uhlig, mit ihrem erotischen Tischpuppentheater Eros und Ramazoti.

Gerade der nichtprofessionelle Charme und die Verschiedenheit der Darbietungen machten den Abend zu einem sehenswerten Kontrastprogramm zur "Comedy-Schwemme" auf allen Fernseh-Kanälen. Und dieses Erfolgskonzept möchte der Initiator der Talentshow Udo Renner fortsetzen: "Ob Lesung, Performance, Kabarett, Comedy, Tanz oder Musiknummer, mit dem "Sprungbrett" soll die Vorststadttheater-Bühne Jedem und Jeder offen stehen, die Lust auf einen Auftritt haben". Es sei angestrebt, dieses Projekt des Tübinger Kulturfördervereins Kultura e.V., das in Zusammenarbeit mit dem Tübinger Vorstadttheater realisiert wurde, vierteljährlich stattfinden zu lassen. Im September wird es auf jeden Fall das nächste Sprungbrett geben - und die ersten Kandidaten dafür stehen auch bereits fest.


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Text: cin / kultura-extra
Multimedia: Erich Sommer


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