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Ausgabe vom: 10. Januar 2003
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Ein Bilderbogen von unserem Leser Gerhard Haller.

Hühnerfüße und Hexenalarm


5000 Zuschauer beim ersten Fasnetsumzug der Region in Dettenhausen

DETTENHAUSEN. Mit ihrem zweiten Umzug luden die "Freien Narren" Dettenhausen am vergangenen Sonntag zum ersten Fasnetsumzug der Saison. Mit rund 5000 Zuschauern und knapp 2500 Hästrägern wurde der Erfolg des ersten Umzugs vor drei Jahren fortgesetzt. Bei klirrender Kälte, aber blauem Himmel begrüßte Narrenvorstand Frank Rieth Zuschauer und Narren und brachte es gleich auf den Punkt: "Die Narren sind Schuld am schönen Wetter!"

Trotz der Kälte herrschte Bombenstimmung auf dem zweiten Dettenhausener Fasnetsumzug. Nicht nur Musik und Rote Würste hielten die wartenden Zuschauer bei Laune. Auch Rieth war trotz durchwachter Brauchtumsnacht und nicht allzu voller Stimme zu Späßen aufgelegt und unterhielt damit das Publikum.

Eine Viertelstunde nach offiziellem Beginn näherte sich die Dettenhausener Feuerwehr, die von Rieth mit einem kräftigen "Tatütata" begrüßt wurde, langsam der Hauptstraße. Dann folgte der eigentliche Zug, angeführt von Rieths Vereinskollegen "Rudi I.", der den Wagen der Dettenhausener Ranzenbuffer und Gerschda-Kender fuhr. Nun wurden die ersten Schnürsenkel geklaut, Mädchen verschleppt und Bonbons verteilt.

Einfach schön zum Anschauen war das Sommerferienprogramm der Zunft. Unter dem Motto "Dschungelbuch" hatten sich auch die Kleinen des Dorfs in originellen Tierkostümen dem bunten Treiben angeschlossen.

Doch es blieb nicht lange ruhig. Schon wieder gab es "Hexenalarm" bei den jungen Mädchen eine Reihe weiter vorne. Gnadenlos waren die Pfullinger Hexen, die sogar Rieth sammt Mikrofon davon trugen. Die Sickenhausener Wölfe unterdes überließen dem Nachwuchs die Show. Mit einem dreijährigen "Wölfle" an der Spitze stand nach der Pyramide der großen Wölfe auch die der Kleinen.

Trotz Aufmunterungen von Rieth wie "Schlafen können wir morgen wieder!" schienen einige Narren etwas müde zu sein. So beließen es die "Gerstenhexen" Dettenhausen bei sanften Kraul-Einheiten mit ihren Hühnerfüßchen. Kein Wunder nach der "langen Nacht der Narren" in der Festhalle.

"Jedes Jahr machen wir das nicht, alle drei Jahre reicht", so Rieth, "sonst sind wir ja irgendwann tot!" Den nächsten Umzug gibt es 2006, und der soll gleichzeitig ein Jubiläumsumzug werden. Aber nach dem Erfolg von diesem Jahr zu urteilen wird das kein Problem sein. Wenn sich wie bei den "Berghexen" aus Deufringen schon der Hexen-Nachwuchs lauthals vom Wagen herunter meldet: "Irgendwann kriegen wir euch alle!"


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Bericht: rad
Bild(er): Erich Sommer


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