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Ausgabe vom: 10. Januar 2003
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Videoaufnahmen vom Geschehen in Stuttgart.
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Kurz nach dieser Aufnahme wurde Palmer das Plakat vom Körper gerissen.


Das Plakat eines anderen Demonstranten hingegen blieb unbeschädigt.

Palmers Plakat und die Polizei


Sprechchöre und Übergriffe gegen Helmut Palmer in Stuttgart

Zu verbalen und handgreiflichen Auseinandersetzungen kam es am Dreikönigstag vor dem Schauspielhaus in Stuttgart zwischen Polizeigewerkschaftern und Helmut Palmer.

Rund 350 Polizisten protestierten dort anlässlich des Dreikönigstreffens der Liberalen gegen das Sparprogramm der Landesregierung. Gleichzeitig demonstrierte "Remstalrebell" Helmut Palmer gegen "50 Jahre Justiz- und Polizeiterror", wie auf einem Plakat, das er sich umgehängt hatte, zu lesen stand.

Als Palmer in die Nähe der Polizisten kam, pfiffen sie ihn aus und skandierten "Palmer raus". Plötzlich ging ein Gewerkschaftsfunktionär auf Palmer zu und riss ihm das Plakat vom Leib. Unter dem Gejohle der Mitdemonstranten zerfetzt der Polizist das gelbe Pappschild und warf die Schnipsel dann vor die Füße seiner Kolleginnen und Kollegen.

Ralf Kospe, Sekretär bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), erklärte den Zwischenfall mit einem "Spontanverhalten" seiner Kollegen gegenüber Palmers provokativem Plakat. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hingegen bedauerte die Vorfälle: "Damit haben wir uns eigentlich mehr geschadet".

Helmut Palmer kündigte unterdessen an, er werde Anzeige wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung erstatten.

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Text: ST/cin
Multimedia: Christian Riethmüller


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