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Ausgabe vom: 19. Juli 2002
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Vielen Tübingern noch in Erinnerung: Das Geschirr vom "Völter".

Geschirr des Café Völter


Dieses Geschirr wurde ehemals im Café Völter benutzt, bevor es nach dessen Schließung 1981 in den Bestand des Stadtmuseums Tübingen überging.

1919 erhielt der Kriegsversehrte Wilhelm Völter im Haus Neue Straße 12 die Konzession zum Betrieb eines Cafés mit Ausschank nichtalkoholischer Getränke und Liköre. In unmittelbarer Nachbarschaft gab es bereits das Café Bausch und das Café Schaal. Wilhelm Völter versuchte jahrelang, doch noch die Erlaubnis für den einträglichen Alkoholausschank zu erlangen, die er erst 1948 bekam. Darüber hinaus dehnte Wilhelm Völter 1926 das Café auf ein weiteres Zimmer aus, 1931 kamen zwei Erdgeschossräume im Nachbarhaus Hafengasse 7 dazu, das ebenfalls Völter gehörte.

Nach dem Krieg, in dem der eigentliche Nachfolger, Völters Sohn, fiel, wurde das Café von der französischen Armee requiriert , die die Räume stark ramponiert im September 1948 zurückgab. 1955 ging Wilhelm Völter in den Ruhestand und verpachtete an den Konditormeister Helmut Lörchner aus Heidenheim, dessen Sohn bei ihm 1952 in die Lehre gegangen war. Hans Lörchner übernahm nach der Erkrankung des Vaters das Café und führte es bis 1981.


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Text: Kathrin Fastnacht
Bild(er): Kathrin Fastnacht


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