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Ausgabe vom: 10. August 2001
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Ausflugstipp: Wutachtalbahn

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Attraktive Streckenführung.


Historische Dampfloks - wieder aufgemöbelt.


Großherzoglich badischer Bahnhofsvorsteher

Mit dem Dampfross über grüne Hügel

Die Wutachtalbahn in Südbaden zählt heute zu den interessantesten Museums-Eisenbahnen in Europa. Jährlich werden über 100.000 Fahrkarten verkauft. Historische Dampfloks schrauben sich zischend und qualmend durch eine attraktive Berglandschaft. Die gewundene Streckenführung durch zahlreiche Tunnels und über viele Brücken hat der Bahn im Volksmund den Beinamen "Sauschwänzle" eingebracht.

Eigentlich war sie völlig überflüssig: die Wutachtalbahn im südlichen Baden. Gebaut wurde sie nur, weil die Militärstrategen in Berlin es so wollten. Man hielt die Bahnlinie nach dem Krieg von 1870/71 für notwendig, um möglichst schnell Truppen durch Süddeutschland hindurch an die Westfront zu schicken - unter Umgehung der neutralen Schweiz.

Ohne Rücksicht auf die Kosten führte man die Bahn durch ziemlich schwieriges Gelände. Der militärische Aspekt, die Sicherheit des Landes, schien den großen Aufwand zu rechtfertigen. Für Luftlinie gerade mal 9 Kilometer wurden 25 Kilometer Schienenstränge verlegt. Man trieb zahlreiche Tunnel durch die Berge und errichtete kühne Brückenbauwerke, um die beträchtliche Steigung auf der kurzen Distanz zu überwinden.

Was 1890 bei der Fertigstellung viel Geld verschlungen hatte, bietet heute einen pittoresken Anblick. Fast hat man den Eindruck, die Bahn schlängle sich durch hochalpines Gelände. Dabei sind es nur die Ausläufer des südlichen Schwarzwaldes, die hier überquert werden.

Nach seiner Fertigstellung 1890 sah das Bähnle kein größeres Verkehrsaufkommen, verschlang aber enorme Unterhaltskosten. 1976 erfolgte schließlich die Stillegung. Die Unterhaltung der Strecke war zu unrentabel geworden. Außerdem vermutete man den Feind längst nicht mehr im benachbarten Frankreich.

Mittlerweile wurde jedoch der Freizeitwert der Anlage erkannt. Man betrieb ihre Wiedereröffnung als Museumsbahn, die schon bald darauf erfolgte.

Die Museumsbahn ist heute ein attraktiver Sonntagsausflug im Sommerhalbjahr. Die Anreise erfolgt über die A81. Abfahrts- und Endstation liegt bei Zollhaus-Blumberg. Täglich verkehren mehrere Dampfzüge. Den aktuellen Fahrplan erfährt man telefonisch (Tourist-Info Blumberg 07702-51200) oder über die rechts angegebenen Internetadressen. An den Wochenenden sollte man rechtzeitig in Blumberg am Bahnhof sein, um noch Fahrkarten zu ergattern. Die Fahrt selbst dauert hin und zurück etwa drei Stunden. Im Speisewagen gibt es unterwegs Getränke und verschiedene Kleinigkeiten zu Essen.

Wem unsere Bilder nicht genügen: hier gibt es eine virtuelle Reise auf der Wutachtalbahn zu sehen (Flash Plugin erforderlich).

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Links zum Thema:
Wutachtalbahn e.V.
Sauschwänzle


Bericht: cityinfonetz,

Bild(er): cityinfonetz


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