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Ausgabe vom 13. Juli 2001
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Ein virtueller Rundgang über die Messe.


Das vom Kulturverein Zehentscheuer e.V. organisierte Freiluft-Atelier.


Den Jahresringen eines Baumes wurden Ereignisse aus der Rottenburger Geschichte gegenübergestellt.


Rottenburger Holzmesse 2001

Am vergangenen Wochenende stand die Domstadt am Neckar ganz im Zeichen des Holzes. Die nunmehr dritte Holzmesse spiegelte das gesamte Spektrum dieses natürlichen Stoffes wider, sei es als Energieträger, als Baustoff, als Werkmittel für Handwerker und Inneneinrichter, als künstlerisches Medium, als Lebensraum (Wald) und in einer der vielen weiteren Funktionen, die aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind.

Ort des Geschehens von Freitag bis Sonntag war die Hochschule für Forstwirtschaft am Schadenweilerhof, die sowohl von den örtlichen Gegebenheiten her wie auch als Ausbildungsstätte von qualifizierten Holzexperten für dieses Thema geradezu prädestiniert war.

Im Mittelpunkt der Ausstellung waren die Stände von über 70 Unternehmen, die u.a. über Holzausbau, Dielenböden, ökologische Bau- und Dämmtechnik, über Treppenrenovierung, Holz-Heiz-Systeme, Niedrigenergietechniken, über Werkzeuge und Maschinen zur Holzbearbeitung, über Zäune und Gartenwerkzeuge, Tourismus im Neckar-Erlebnis-Tal und vieles mehr informierten. Auch die Zimmerer-Innung Tübingen war mit einem großen Bereich vertreten, auf dem während der laufenden Messe ein Holzhaus errichtet wurde.

Natürlich war auch das Angebot an Fachvorträgen in den Räumen der Fachhochschule vielfältig. So gab es Seminare zu Themen wie "Wald- und Naturpädagogik", "Biomassenheizung", "Vollautomatisches Heizen mit Holz-Pellets", "Schnitzen aus Olivenholz". Oder man konnte auf einem Waldlehrpfad den Lebensraum Forst "zum Anfassen mit Händen und Füßen" hautnah erleben.

Leider wurde das abwechslungsreiche Begleitprogramm vom vor allem am Sonntag ungünstigen Wetter beeinträchtigt: Holzrücker, die mit ihren Kaltblütern Baumstämme zogen, Hundevorführungen der Kreisjägervereinigung Tübingen, Jagdhornbläsereien, Autorenlesungen samt anschließender Nachtwanderung durch den Wald, Falkner-Demonstration, Internet-Café und eine Oldtimer-Rallye.

Ein besonderes Highlight war das öffentlichen Schaffen der Holzbildhauer Werner Mally aus München, Alfred Opl aus Fürth und Daniel Wagenblast aus Stuttgart für das 2. Rottenburger Bildhauer-Symposium. Die begonnenen Kunstwerke werden dann im Anschluss an die Holzmesse auf dem Eugen-Bolz-Platz vollendet.

Trotz der widrigen Witterung wurde das von WTG-Geschäftsführer Klaus Bormann gesteckte Ziel von 10.000 Besuchern nur knapp verfehlt. Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Holzmesse geben. Diese findet dann gemäß des vereinbarten Turnus in Nagold statt.

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Bericht: Erich Sommer
Fotos: Erich Sommer


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