
Unser Bilderbogen lädt zu einem virtuellen Rundgang durch das Pustefix-Werk ein.

Seniorchef Gerold Hein bei der Massenproduktion von Seifenblasen.

Die größte Pustfixdose der Welt: der 10.000 l fassende Mischbehälter.

Im "Sanatorium" werden die Pustefix-Bären nach einem langen Einsatz wieder überholt. |
|
Allen technischen Möglichkeiten des modernen Spielzeugs zum Trotz hat die Beliebtheit von Seifenblasen auch bei der heutigen Jugend nicht nachgelassen. Wir haben an einer Besichtigung des Pustefix-Werks in Kilchberg teilgenommen und hatten natürlich die Digi-Cam dabei.
Am letzten Mittwoch ging es in "Stern TV" um die schillernde und kurzlebige Welt der Seifenblasen. Neben dem etwas kläglichen Pusteversuches des omnipräsenten Moderators Günther Jauch gab es auch Bilder aus dem Pustefix-Werk zu sehen. Doch auch außerhalb der Fernsehwelt ist das Interesse an der kleinen, aber feinen Weltfirma in Tübingen-Kilchberg groß. So geschehen am letzten Donnerstag, wo rund 30 kleine und große Seifenblasen-Fans an einer von der Volkhochschule Tübingen organisierten Werksbesichtigung teilnahmen. Für Hermann Roos von der VHS ist diese Veranstaltung, die bereits seit Jahren in jedem Semester stattfindet, ein absoluter Dauerbrenner im Programm.
Die Gruppe wurde vom Seniorchef Dipl. Ing. Gerold Hein persönlich begrüßt und mit der "Pustefix-Erfolgsstory" bekannt gemacht. Sein Vater und Firmengründer hatte 1948 eine Mixtur erfunden, die nicht nur buntere und haltbarere Seifenblasen, sondern auch ganze Serien pro "Puster" ermöglichte. 1973 übernahm er dann die Firma und kurbelte vor allem das Exportgeschäft an. Heute liefert Pustefix in 50 Ländern, die USA und Japan an der Spitze. 1998 gab er die Firmenleitung an seinen Sohn Frank weiter und kümmert sich seitdem um den Ausbau des kleinen Firmenmuseums.
Schwerpunkt der anschließenden Führung war die Produktion der weltbekannten blauen Röhrchen mit dem Bärenemblem und deren Abfüllung mit der Pustefixmixtur. Bei der Herstellung der Flüssigkeit selbst konnte nicht zugeschaut werden, um die "wohlbehütete Geheimrezeptur nicht zu verraten", wie Hein sen. augenzwinkernd entschuldigte. Das fertige Pustefix wird dann in zwei riesigen Mischbehältern mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen gelagert. Der Inhalt eines Behälters reicht für die Wochenproduktion von einer Viertelmillion Dosen. Vor dem Abfüllen wird jedoch noch ganz penibel eine "Pusteprobe" durchgeführt.
Am Schluss wurde noch das Werksmuseum besucht, wo es Gegenstände und Bilder rund um das und die Seifenblasen zu besichtigen gibt. Auch verschiedene Videos z. B. über den Seifenblasenkünstler beim Zirkus Roncalli kann man sich dort ansehen. In dem angeschlossenen Fanshop gibt es das gesamte Pustefix-Sortiment mit über 20 Artikeln zu kaufen. Für diesen "Werksverkauf" ist es jedoch nicht nötig, nach Kilchberg zu fahren, denn das gesamte Angebot gibt es auch im Pustefix-Shop im Internet. Und hier stoße man angesichts der monatlich zunehmenden Emails mit Bestellungswünschen bald an die Grenzen der Bearbeitungskapazität, wie Gerold Hein nicht ganz ohne Stolz verriet.
|
|
THEMEN DER WOCHE:
Am Wochenende noch nichts vor?
Prostitution als Beruf?
You Can Count On Me
Schwere Gitarrenwände
Real-Videos mit Tübinger TV-Schnipsel
Links zum Thema:
Die Pustefix-Homepage
Volkshochschule Tübingen
Diesen Artikel versenden
Bericht: Erich Sommer Fotos: Erich Sommer
eMail
an das.magazin
|